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„Mind the (Skill) Gap – and close it!“ – Die Zukunft der Blue Collar Mitarbeiter*innen

Wenn wir über die „Zukunft des Personals“ reden, müssen wir über Blue Collar reden. Und über New Collar. Und wie beide zusammenhängen. Mit der fortschreitenden Automatisierung verschwinden Aufgaben – und neue kommen hinzu. Zukünftig arbeiten Blue Collar Worker Seite an Seite mit Robotern und noch viel stärker Seite in Seite mit wechselnden Kolleg*innen in interdisziplinären Teams. Neue Skills für ALLE sind essentiell für Unternehmen, die die Zukunft der Arbeit und ihrer Mitarbeitenden nicht dem Zufall überlassen wollen.

Für HR-Führungskräfte heißt das: Kenne deine Leute! Und wenn du sie nicht kennst, lerne sie kennen – und zwar ab heute! Denn viele Skills sind bereits in der Organisation vorhanden. Diese zu erkennen setzt voraus, dass ALLE Mitarbeitenden in die interne Kommunikation eingebunden sind, sich austauschen und vernetzen können. Gerade Blue Collar Worker haben aber oft noch nicht mal eine Firmen-Mailadresse!

Zusammen mit shyftplan haben wir uns Gedanken gemacht, wie Kommunikation und vernetztes Arbeiten auch im Blue Collar Sektor umgesetzt werden können. Unter unserem Beitrag findet ihr den Link zum Shyftplan-Artikel. Feel free to get inspired!

#einfach machen

Skill Gap? – Gibt’s eigentlich gar nicht.

Akademische Abschlüsse sind gut. Aber sie sind nicht alles – erst recht nicht in Zeiten der Digitalisierung! Die Fähigkeiten, die für die meisten Berufe heute wichtig und morgen unverzichtbar sind, lassen sich aus keinem Lehrbuch lernen. Klar, eine Ärztin erlangt ihr Wissen nach wie vor in erster Linie über ein intensives Studium. Und auch bei anderen Berufen, die mit einer hohen direkten Verantwortung für viele Menschen einhergehen, etwa bei Piloten, macht eine formalisierte Ausbildung Sinn. Aber kein Blue Collar Worker muss an die Uni, um auch in Zukunft wertvolle Arbeit zu leisten. Welche Skills brauchen also New Collar Worker?

New Collar Jobs sind Jobs, die es in dem Moment, in dem Sie das hier lesen, zum großen Teil noch gar nicht gibt, die vielleicht aber morgen schon relevant sein können. Dann nämlich, wenn die neue Anlage Fix-300 Pro geliefert wird, die vollautomatisiert das macht, was bis gestern noch Hanno oder Franziska per Hand erledigt haben. Hanno und Franziska sind Blue Collar Worker, also Mitarbeitende ohne akademischen Hintergrund, die auf dem Shopfloor arbeiten.

Ist die Anlage schlecht für Hanno und Franziska? Nein. Die Anlage ist vor allem eine Chance für die beiden. Denn sie muss programmiert, überwacht, gewartet werden. Die schnellere Produktion erfordert neue Planungsaufgaben in Logistik und Vertrieb. Wer soll das machen?, denkt sich die Führungskraft (nennen wir sie Henriette). Wir haben keinen Fix-3000 Pro Professional (kurz FiProPro) in der Belegschaft. Panik macht sich breit, während Henriette die Kündigungsschreiben von Hanno und Franziska unterzeichnet. Skill-Gap-Panik! (#skillgappanik – it’s a thing.)

Die gute Nachricht: Den Skill Gap gibt’s eigentlich gar nicht. Oder sagen wir: Es müsste ihn nicht geben. Denn smarte Organisationen kennen ihre Hannos und Franziskas und bereiten sich schon lange bevor die Fix-300 Pro ins Haus kommt auf die Veränderungen vor, die sie mit sich bringen wird. Und vor allem: sie bereiten Hanno und Franziska auf ihre neuen Aufgaben vor, auf den Übergang vom Blue Collar Worker zum New Collar Worker.

Das können sie, weil smarte Organisationen mit den Menschen, die für sie arbeiten, verbunden sind. Und zwar kontinuierlich! „Strong leaders operate in the real world. They make adjustments constantly, in order to stay in close contact with reality. Any company that complains about skills gaps has lost that connection,“ schreibt Liz Ryan auf Forbes.com. Diese Verbundenheit bedeutet auch, Mitarbeitende zu den Gestalter*innen ihrer beruflichen Zukunft zu machen, ihnen Skills an die Hand zu geben, sodass sie sich mit der Organisation und ihren Anforderungen mitbewegen, statt ihnen hilflos hinterher zu schauen. Und das können alle, ob studiert oder nicht, ob Blue Collar oder Office Worker.

Hanno und Franziska operieren nicht am offenen Herzen und fliegen keinen Jumbojet mit 387 Leuten an Board. Was sie für ihr neues Jobprofil brauchen, das sie als Fachkräfte und Gestalter*innen fordert, können sie schnell und bestenfalls in der Organisation lernen: on the Job, durch Vernetzung, Mentoring, Weiterbildung, Jobrotation – you name it! Die Aufgabe von Führungskräften dabei ist es, eine Verbindung zu ALLEN Mitarbeitenden zu haben – und zwar von Tag 1 an – und diese fortwährend zu pflegen, sodass Skill Gaps gar nicht erst entstehen und der Übergang von Blue Collar zu New Collar sich begleitend und natürlich vollzieht. Voraussetzung dafür ist, dass Blue Collar Worker genauso in die Kommunikation im Unternehmen eingebunden werden wie alle anderen.

Smarte automatisierte Skill Analyser erlauben es allen Mitarbeitenden – egal ob im Büro oder auf dem Shopfloor – das, was sie können und das, was sie gern lernen wollen, in die Organisation hinein zu kommunizieren und in ihr die passenden Lernpartner*innen und Mentor*innen zu finden. Führungskräfte sehen dabei sofort, wenn ein Lernbedarf nicht intern gedeckt werden kann und können darauf reagieren, noch bevor ein Gap entsteht, etwa durch Neueinstellungen oder Trainingsprogramme. Also: Lasst uns die Skill Gap zu einem “thing of the past” machen!

#skillgapmystery #skillgapisathingofthepast #(s)killthegap #thegapisatrap #thegapisalie

Die smarte Alternative zum Skill Gap: die Skill Map! Mit ihrer Hilfe sehen Führungskräfte auf einen Blick, wo Talente schlummern und Skill Gaps lauern. Die Map gibt es mit unserem Advanced Skill Analyser als Teil der Tandemploy SaaS. 

Noch nicht genug? Hier geht’s zum Blogbeitrag von shyftplan.

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