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Sie wollen wirklich nachhaltig sein? – Dann schenken Sie Ihren Mitarbeitenden Zeit!

Am 29. November gehen wieder weltweit Menschen für eine andere Klimapolitik auf die Straße. Wie beim letzten Klimastreik sind insbesondere Unternehmen aufgerufen, sich dem Protest anzuschließen. Denn in unserem derzeitigen Wirtschaftssystem sind sie es, die die entscheidenden Impulse für Veränderung geben.

Mit Tandemploy unterstützen wir die Fridays-For-Future-Bewegung. Sie hat auch bei uns das Thema Nachhaltigkeit wieder stärker in den Fokus gerückt und die Frage, wie wir als Team unseren (Arbeits-)Alltag ökologisch sinnvoll gestalten. Wir reflektieren bewusster, was wir konsumieren, wie wir uns von A nach B bewegen und wie wir unsere Arbeitsumgebung gestalten. Das alles haben wir in einem Manifest festgehalten.

Noch wichtiger aber: Die Diskussion um den Klimawandel und unsere Zukunft hat uns auch nochmal bewusst gemacht, warum wir bei Tandemploy das tun, was wir tun.

“People Matter” – das war und ist unser WARUM. Eine menschlichere Welt durch eine menschlichere Arbeitswelt – mit dieser Vision sind wir 2013 angetreten. Wie sieht diese menschlichere Arbeitswelt aus?

  1. Jede*r kann Arbeit mitgestalten.
  2. Wir arbeiten so, dass es zu unserem Leben passt – maximal flexibel!
  3. Wir arbeiten miteinander, statt aneinander vorbei oder sogar gegeneinander.
  4. Erwerbsarbeit nimmt einen zusehends kleineren Teil in unserem Leben ein.
  5. Unternehmen erachten Zeiten der Nicht-Arbeit auch als unternehmerisch wertvoll.

People Matter. Our Earth matters. Das heißt auch: Wenn wir über Nachhaltigkeit reden, müssen wir über Zeit reden. Veränderung braucht Zeit, hört man immer wieder. Früher, vor der Digitalisierung bedeutete das vor allem, dass Veränderung sich erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten einstellen konnte. Heute jedoch können wir diesen Satz anders lesen: Das Tempo von Veränderung ist extrem hoch. Die Digitalisierung beschleunigt nahezu alle Bereiche unseres Denkens, Handelns und sogar Fühlens. Wenn wir heute davon reden, dass Veränderung Zeit braucht, heißt das vor allem, dass wir uns wieder bewusst Zeit nehmen müssen, um darüber nachzudenken, wie wir leben und arbeiten wollen, und unser Handeln danach auszurichten – im Großen wie im Kleinen. Wir müssen Zeit einfordern für ein gutes Leben, das sich nicht nur an ökonomischen Kriterien misst. Ein Leben, in dem Raum ist für ganz unterschiedliche Bedürfnisse, Menschen, Aufgaben, für die Beobachtung der Welt um uns herum und bewusste Momente der Reflektion. Sie sind der Beginn von Veränderung.

Wir brauchen Zeit, uns wieder Dinge vorzustellen, denn nur dann können wir darauf hinarbeiten. Das betrifft auch und vor allem Führungskräfte in Unternehmen: Sie brauchen wieder Freiraum, um sich eine andere Arbeitswelt ausmalen zu können. Nur dann können sie sie auch wirklich verändern und vorhandene Strukturen bewusst aufbrechen. Wir brauchen Zeit, auszuprobieren und neue Erfahrungen im Arbeitskontext zu machen, die unsere alten Denkmuster mit neuen überschreiben.

Die Digitalisierung kann hier als Zeitschenker wirken, wenn wir es schaffen, sie sinnvoll und zielgeleitet einzusetzen. Ein paar Ideen dazu:

  • Digitalisierung ermöglicht es, Informationen und Wissen auf kurzen Wegen allen Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen. Widersteht der Versuchung, die gewonnene Zeit zu nutzen, um das Arbeitsvolumen zu erhöhen. Sondern nehmt die Zeit und fahrt mit dem Fahrrad nach Hause, statt mit dem Auto.
  • Digitalisierung macht es möglich, dass Menschen an ganz unterschiedlichen Orten zusammenarbeiten. Anfahrtswege und -zeiten für Meetings entfallen. Lasst uns die Zeit nicht für weitere Meetings nutzen, sondern um bewusst und regional einzukaufen.
  • Flexible Arbeitsmodelle wie Jobsharing lassen sich mit Hilfe digitaler Tools wunderbar organisieren. Lasst uns die frei gewordene Zeit der einzelnen Tandem-Partner nicht für Überstunden einplanen, sondern für Erholung, Sport oder fürs Zubereiten saisonaler Produkte.

Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen schenken Zeit! Und zwar nicht, um sie an anderer Stelle direkt wieder zu stehlen, sondern um ein ganzheitlich gutes Leben und Arbeiten ihrer Mitarbeitenden möglich zu machen. Und ja, am Ende wirkt sich genau das positiv auf ihre Produktivität und Kreativität aus. Win (Mensch)-win (Unternehmen)-win (Erde).

Aber auch Produktivität hat Grenzen. Eine Wirtschaft, die auf stetiges Wachstum nach außen gepolt ist, erschöpft nicht nur die planetaren Ressourcen, sondern auch die der Menschen und sägt damit an dem Ast, der sie trägt. Unternehmen, die wirklich wirklich nachhaltig handeln wollen, setzen auf inneres Wachstum. Und das beginnt bei den eigenen Mitarbeitenden und dem, was sie können und wollen. Indem Unternehmen das nutzen, was da ist und daraus Mehrwert für alle generieren, folgen sie einem zutiefst nachhaltigen Prinzip. Vernetzte Kolleg*innen arbeiten besser, schneller und produktiver zusammen. Sie lernen von- und miteinander, entwickeln sich weiter, übernehmen Verantwortung und spüren Selbstwirksamkeit. Das kommt nicht nur den Produkten zu Gute, die dabei entstehen, sondern auch jedem und jeder Einzelnen.

Unsere Studie zur internen Vernetzung in Unternehmen hat gezeigt, wie groß der Wunsch nach innerem Wachstum ist. Viele Menschen wollen Veränderung hin zu mehr Verbundenheit und Menschlichkeit – ob im Arbeitskontext oder bezogen auf gesellschaftlichen und ökologischen Wandel. Und nicht wenige von ihnen werden beim nächsten Klimastreik am 29.11. auf die Straße gehen und ihre Stimme erheben. Das ist gut und wichtig! Parallel kann sich der Wandel in Unternehmen aber auch leise vollziehen – indem wir miteinander reden und zuhören, unabhängig von Position und Status. Lasst uns den Veränderungswillen eines großen Teils der Bevölkerung jetzt nutzen, um eine neue (Arbeits-)Welt zu bauen!

Sie wollen Ihren Mitarbeitenden Zeit schenken? Dann vernetzen Sie sie! Hier geht’s zur Webdemo unserer Vernetzungssoftware.

#einfachmachen: Unser Tandemploy Manifesto für nachhaltiges Arbeiten zum Download:

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