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#AllFemale – Tandemploy holt 5 Investorinnen an Bord

Gründerinnen und neue Gesellschafterinnen setzen wichtiges Zeichen für Startup-Szene

“Von Frauen gegründete Startups bekommen hierzulande gerade mal ein Drittel der Investorengelder, die männliche Gründer einsammeln. Das muss sich endlich ändern! Wir fangen heute damit an,” sagen Jana Tepe und Anna Kaiser, die beiden Gründerinnen und Geschäftsführerinnen von Tandemploy. Das 2013 von ihnen gegründete HR-Tech-Startup hat gerade Anteile an der Tandemploy GmbH verkauft – und zwar ganz bewusst ausschließlich an Frauen. Es ist die erste rein weibliche Finanzierungsrunde dieser Dimension eines deutschen Tech-Startups, das noch dazu unter weiblicher Führung steht – und ein starkes Signal in der männlich dominierten Gründerszene.

Top-Wirtschaftsfrauen an Bord

Mit dem strategischen Anteilsverkauf erweitert das Gründerinnen-Duo ihren Gesellschafter*innenkreis um fünf hochkarätige Investorinnen, die allesamt Top-Positionen in der Wirtschaft besetzen:

Angie Gifford, Vice President Central Europe Facebook und Multi-Aufsichtsrätin

Elke Eller, HR Vorständin und Arbeitsdirektorin TUI

Ina Schlie, ehemals Senior Vice President SAP SE, heute Multi-Aufsichtsrätin und Business Angel

Martina Pfeifer, Finanzexpertin und  Business Angel

Stephanie Bschorr, geschäftsführende Gesellschafterin der HTG Wirtschaftsprüfung GmbH, Multi-Aufsichtsrätin und ehem. Präsidentin Verband Deutscher Unternehmerinnen (VdU)

Der Wert der verkauften Anteile beläuft sich auf eine siebenstellige Summe, über die genaue Höhe wurde Stillschweigen vereinbart. Das Timing für den “All Female Deal” könnte kaum besser sein. Mitten in der Corona-Krise zeigt sich einmal mehr, dass Fortschritt nicht durch einseitige, zumeist männlich geprägte Perspektiven erreicht wird, sondern vielfältige Meinungen, Herangehensweisen und Erfahrungen erfordert. Und dass Technologie ein entscheidender Schlüssel ist, um die Zukunft mitzugestalten.

HR Tech mit internationaler Strahlkraft

Jana Tepe und Anna Kaiser gehören seit der Gründung von Tandemploy 2013 zu den Pionieren der New Work-Bewegung. Das mittlerweile 30-köpfige Team erobert von Berlin aus die internationale Arbeitswelt. Unternehmen vom Mittelständler bis zum Weltkonzern – zu den Kunden gehören zum Beispiel SAP, Evonik und die Lufthansa Group – heben mit der Tandemploy-Software das gesamte Potenzial ihrer Belegschaft und treiben so ihre digitale Transformation voran. Mitarbeitende in 58 Ländern und 276 Städten weltweit nutzen den Talent Marketplace von Tandemploy, um sich gezielt mit Kolleg*innen für unterschiedlichste Anlässe zu vernetzen – ob für Projekte, interne Gigs oder Kurzeinsätze, Mentoring, Jobsharing oder ein Coffee Date.

Der divers besetzte und hochkarätige Gesellschafter*innenkreis mit seiner breitgefächerten Expertise in Tech, Software und HR sowie exzellenten weltweiten Netzwerken dürfte diese Zahlen weiter in die Höhe treiben. Auch, weil spätestens seit Corona viele Organisationen erkannt haben, dass sie stärker in selbstbestimmtes und vernetztes Arbeiten ihrer Mitarbeitenden investieren müssen. Das riesige Potenzial der Vernetzungslösung von Tandemploy in einer digitalen Welt sehen auch die neuen Gesellschafterinnen und sicherten sich ihre Anteile zu einem Zeitpunkt, zu dem sich immer mehr Unternehmen für Neues Arbeiten und smarte HR-Tech made by Tandemploy interessieren.

“Anna und Jana sind für mich ein Paradebeispiel eines großartigen Gründerinnenteams und ihre Software trifft genau den Zeitgeist. Ich freue mich sehr darauf, das Tandemploy-Team bei ihrem Wachstumskurs zu begleiten”, sagt Ina Schlie, ehemals Senior Vice President SAP SE, heute Multi-Aufsichtsrätin und Business Angel und eine der fünf neuen Anteilseignerinnen.

Diversität ist der Schlüssel – auch wenn es um Geld geht

Dass die beiden Gründerinnen ihre Investor*innen sehr bedacht auswählen, hat bei Tandemploy Tradition. Integrität, Vielfalt, ein großes Netzwerk und Expertise waren von Beginn an Kriterien, die potentielle Gesellschafter*innen erfüllen mussten. Nicht jedes Angebot haben die beiden angenommen, auch wenn das im Zweifel hieß, mit weniger Kapital weiterzumachen. Qualität schlägt Quantität – auch beim Geld. „Wir haben aus vorherigen Finanzierungsrunden natürlich auch tolle männliche Investoren an Bord, wie Werner Brandt und Michael Kramarsch. In der aktuellen Runde haben wir uns aber bewusst nur für Frauen entschieden“, so Anna Kaiser. Und Jana Tepe ergänzt: „Wir wollen ein Zeichen setzen. In der Startup-Szene sollte alles für alle möglich sein, unabhängig vom Geschlecht. Nur so kann Innovation entstehen.“

The future is female – gibt es ab jetzt also nur noch Funding aus weiblicher Hand bei Tandemploy? Jana Tepe lacht: „Nein, wir setzen auch bei unseren Investor*innen weiter auf Vielfalt. Die Mischung aus unterschiedlichen Erfahrungen und Expertisen macht uns erfolgreich. Gleichzeitig wollen wir bewusst die Sichtbarkeit von Frauen in der Startup-Welt stärken.“ Und Anna Kaiser ergänzt: „Der rein weibliche Deal war der erste – aber mit Sicherheit nicht der letzte in der Tech-Szene!“

Funding-Historie von Tandemploy:

Auf zwei frühe Angel-Investments in 2014 durch Bernhard Böhm (damals Präsident des Business Angels Verbands Berlin-Brandenburg) und Thorsten Becker (Gründer und Geschäftsführer der “Management Angels”) folgte in 2015, während der Teilnahme am Microsoft Ventures Accelerator in Berlin, ein 7-stelliges Investment durch die Münchner Unternehmerin Alexandra Schörghuber und ihre Blue Lion GmbH. 2017 stiegen der ehemalige SAP Finanzvorstand Werner Brandt sowie der HR Experte und hkp/// group Managing Partner Michael Kramarsch ein und investierten insgesamt 3 Mio. Euro in das Startup. 

Die beiden Gründerinnen Anna Kaiser und Jana Tepe halten nach wie vor einen großen Teil der Anteile an der Tandemploy GmbH. 

 

 

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