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Vernetzung

How-To „Deckel auf Topf“: So starten Sie die aktive Vernetzung in Ihrem Unternehmen

Menschen vernetzen sich die ganze Zeit: Sie holen sich Rat in Online-Foren, kommunizieren mit Freunden in Chats und teilen in sozialen Netzwerken Informationen, die sie für relevant halten. Gleichzeitig beißen sich Unternehmen am Thema Vernetzung nach wie vor die Zähne aus. Schade. Denn alles, was sie auf dem Weg zur vernetzten Organisation brauchen, ist offensichtlich schon da: Menschen, die es verstehen sich zu vernetzen (auch wenn sie es im privaten Kontext nicht so nennen würden) und die es gern tun – WENN es für sie Sinn ergibt. Was können Unternehmen also tun, um den internen Austausch anzustoßen, der dringend nötig ist, um innovative Lösungen hervorzubringen?

Unternehmen stehen vor der Herausforderungen, sich von starren Gebilden, in denen „business as usual“ gemacht wird zu wandeln – hin zu agilen Netzwerkorganisationen, in denen Informationen und Wissen fließen und neue Ideen reifen können. Und das nicht, weil New Work und Agiles Arbeiten gerade im Trend liegen. Sondern weil es schlichtweg überlebenswichtig für sie ist. Wie aber kann das gelingen? Bürowände einreißen und alle Mitarbeitenden in einen Open Space setzen, in der Hoffnung, dass sie anfangen miteinander zu reden, bringt es nicht. Jedenfalls nicht allein. Denn gerade im klassischen Unternehmenskontext haben viele Menschen über viele Jahre gelernt, den eigenen Kompetenzbereich abzustecken und abzuschotten. Oder um das eingangs Gesagte wieder aufzugreifen: Sie sehen keinen Sinn in Vernetzung. Noch nicht. Denn genau hier können und sollten Unternehmen ansetzen.

Vernetzung heißt bedürfnisorientiert handeln

Was uns im privaten sozialen Umfeld automatisch leitet, muss im Unternehmenskontext gezielt getriggert werden: Menschen treten in Kontakt mit anderen Menschen, um bestimmte Bedürfnisse zu stillen – sei es um eine Empfehlung für ein Produkt zu bekommen, einen Tipp zur Fleckenentfernung, um schöne Momente zu teilen oder Bestätigung durch andere zu erfahren –  You name it.

Bedürfnisse geben wir nicht an der Bürotür ab – sie sind immer da. Was Unternehmen tun müssen, ist Strukturen zu schaffen, in denen Mitarbeitende die Möglichkeit haben, auch auf Arbeitsebene bedürfnisorientiert zu agieren und gezielt mit den Menschen in Kontakt zu treten, die sie beruflich weiterbringen, etwa mit

  • Vorbildern, die sie anspornen,
  • Mentor*innen, von denen sie lernen oder
  • Fachkolleg*innen, die ihnen bei der Lösung unternehmensrelevanter Aufgaben zur Seite stehen.

Wie aber anfangen? Wie von der schönen Theorie in die Praxis kommen? Wie kann ein Unternehmen den Mitarbeitenden den Sinn von Vernetzung deutlich machen, wenn es weder Erfahrungswerte noch Best Practices aus dem eigenen Umfeld gibt?

Durch automatisiertes Matching etwa.

Automatisiert menschliche Erfolgserlebnisse schaffen

Es gibt smarte Software-Lösungen, die genau die Menschen im Unternehmen zusammenbringen, die sich in bestimmten Situationen, Entwicklungsphasen oder Projekten unterstützen können. Ein Algorithmus identifiziert potentielle Mentoring-Tandems, bestmögliche Team-Konstellationen für ein Projekt oder den passenden Partner für eine Jobrotation – again: You name it.

Die Bedürfnisorientierung wirkt dabei gleich in zwei Richtungen: Einerseits finden Mitarbeitende genau die Kolleg*innen, die sie gerade brauchen, um weiterzukommen. Gleichzeitig entwickeln sich ihre Bedürfnisse weiter – und zwar auch in Abhängigkeit davon, mit wem sie sich umgeben. Man könnte auch sagen: Unternehmen, die (automatisiert) matchen, fördern ganz nebenbei die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen im Unternehmen, indem sie beste Voraussetzungen schaffen, um sich immer wieder aufs Neue gegenseitig zu inspirieren.

Menschliche Verbindungen sind DER Erfolgsfaktor

Für Unternehmen ist es wiederum besonders spannend im Blick zu haben, wer sich mit wem vernetzt und aus welchen Konstellationen die besten Ideen und Ergebnisse hervorgehen. Stichwort: People Analytics. Studien haben gezeigt, dass es weniger die Eigenschaften und Lebensläufe von Mitarbeitenden sind (“Attribute Analytics”), die zuverlässige Prognosen über ihre Performance und Entwicklung erlauben. Viel aufschlussreicher ist es, die Interaktionen von Menschen im Unternehmen zu analysieren – die US-amerikanischen Wissenschaftler Paul Leonardi und Noshir Contractor nennen es „Relational Analytics“: Sag mir, wie intensiv du vernetzt bist, und ich sag dir, wie gut du auf bestimmte Projekte und in bestimmte Teams passt. In den Untersuchungen der beiden zeigte sich etwa, dass nicht die formell einflussreichsten Kolleg*innen (also die mit den meisten Kontakten oder den meisten Menschen „unter“ ihrer Führung) in der Praxis den größten Impact erzielten, sondern die Mitarbeitenden, die die stärksten Verbindungen zu anderen hatten.

How-To: Erste Schritte auf dem Weg zur vernetzten Organisation

  1. Automatisiertes Matching einführen: Die Software macht es einfach, Mentoring-Duos, Lunch-Dates, Jobsharing, Projektarbeit und vieles mehr zu organisieren – und das bottom-up!
  2. Erfolgsgeschichten sichtbar machen: Menschen lieben Geschichten von anderen Menschen – auch im Unternehmenskontext. Erzählen Sie die Geschichten der Teams, die sich erfolgreich vernetzt haben – ein Blog, das Intranet oder ein Success Board in den Büroräumen sind mögliche Kanäle.
  3. Diversität fördern: Je vielfältiger die Belegschaft, desto fruchtbarer der Austausch. “Attribute Analytics” und “Relational Analytics” gehen Hand in Hand.
  4. Silos auflösen, Community-Gedanken stärken: Offene Strukturen, wechselnde Verantwortlichkeiten und dynamische Hierarchien fördern den Austausch.
  5. Daten nutzen: Wer digital matcht, bekommt Einblick in die beruflichen Bedürfnisse von Mitarbeiter*innen, kann mit entsprechenden Angeboten darauf reagieren und so die Vernetzung im Unternehmen auf ein neues Level hieven.

You name it – we match it: Mit der Tandemploy-SaaS geben wir Ihnen ein Tool an die Hand, das Ihre Mitarbeiter*innen bedürfnisbasiert und zielorientiert zusammenbringt – für Projekte, Mentoring, Co-Leadership, Jobsharing-Duos und vieles mehr. Schauen Sie sich hier die Webdemo an.

 

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