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Vernetzung

It’s a Match – Warum wir beruflich mehr tindern sollten

Wir leben in einer vernetzten Welt, in der alles miteinander verknüpft ist. Wir haben unbegrenzte Möglichkeiten, mit Menschen rund um den Globus Kontakt aufzunehmen, für alles Gleichgesinnte und einen Experten zu finden. Berufliche unternehmensübergreifende Netzwerke wie Linkedin ermöglichen uns Kontakte weltweit und rund um die Uhr zu knüpfen. Wieso sind wir trotzdem innerhalb von Unternehmen oft noch so schlecht vernetzt? Und wie können organisationsinterne Silos abgebaut werden? Warum Vernetzung der Schlüssel für fast alle Prozesse des digitalen Wandels ist und wir alle beruflich mehr tindern sollten:

Unser Leben in einer vernetzten Welt

Wo die Politik oft noch Grundlegendes diskutiert, hat die Digitalisierung längst Einzug in unser Privatleben und Alltag gehalten: vom Kauf der Kinokarten von der Wohnzimmercouch, über die mobile Wochenorganisation mit der Familie, mobiles Arbeiten bis zum digitalen Austausch mit Freunden. Mobile Kommunikationsmöglichkeiten verändern die Art und Weise, wie wir uns miteinander verbinden und wie wir Informationen organisieren, ver- und miteinander teilen, erheblich.

Wie klein unsere vernetzte Welt tatsächlich ist: Jeder kennt jeden über maximal sechs Ecken.

Die Welt ist ein Dorf – „Six degrees of separation“

Netzwerk-Theoretiker sprechen vom sogenannten Kleine-Welt-Phänomen. Der Begriff wurde 1967 vom amerikanischen Psychologen Stanley Milgram geprägt. Er besagt, dass jeder Mensch jeden beliebigen anderen Menschen über durchschnittlich sechs Ecken kennt. Den jüngsten und umfassendsten Beleg für diese These wurde 2006 von Jure Leskovec von der Carnegie Mellon University und Eric Horvitz von Microsoft Research geliefert. Die beiden analysierten die Verbindungen von 240 Millionen Instant-Messenger-Accounts und kamen zu dem Ergebnis, dass sich zwei Menschen über durchschnittlich 6,6 Personen kennen. In Einzelfällen kann der Weg aber deutlich länger sein. Bis auf 29 Stationen kamen die Forscher bei der Auswertung der Daten.

Auch das Internet der Dinge hält inzwischen in all unseren Lebensbereichen Einzug. Unsere Welt wird immer smarter. Geräte können vernetzt werden und werden zu intelligenten Gegenständen: es gibt smarte Häuser, Kaffeemaschinen und Kühlschränke, Autos die miteinander kommunizieren und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.

Vernetzung ist der Schlüssel für eine globalisierte Welt.

It’s a Match – wie sich die private Partnersuche verändert hat

Und auch die private Partnersuche hat sich in den letzten Jahren radikal verändert. Online-Dating gibt es gefühlt seit Beginn des Internets. Immer wieder kommen neue Plattformen dazu und inzwischen ist es völlig normal, wenn Beziehungen online gestartet sind. Durch digitale Technologien und mithilfe von klugen Algorithmen können wir rund um den Globus Menschen finden, die gut zu uns passen.

Bereiche, Silos, Abteilung & Co . – warum sind wir IN Unternehmen oft so schlecht vernetzt?

Wir leben also in einer vernetzten, globalisierten Welt und es ist für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit geworden. Trotzdem gibt es noch Bereiche, in die die Vernetzung nicht gänzlich vorgedrungen ist: Unternehmen. Und das obwohl der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen heute zunehmend von ihrer Vernetzung abhängt. Kooperatives Arbeiten trägt ganz klar dazu bei, Konkurrenzfähigkeit und Innovationskraft zu stärken. Woran liegt es also?

An alten und etablierten Strukturen: Was im Zeitalter der Industrialisierung gut war (klare Strukturen und Prozesse, eine extrem gut durchdachte Arbeitsteilung und Spezialisierung, eine eindeutige Hierarchie und verlässliche, aber starre Arbeitszeiten), kann im Zeitalter der Digitalisierung nur scheitern. Denn heute haben wir es mit neuen Rahmenbedingungen und Anforderungen durch die Umwelt zu tun.

Was also tun? Organisationen brauchen vernetzte Strukturen und grundlegende kulturelle Veränderungen. Flexibilisierung und Kollaboration sind grundlegend für eine ganzheitliche Digitalisierung. Beides ist jedoch in Silos nicht möglich. Ein Großteil des Wissens liegt in den Köpfen der Mitarbeiter*innen. Sie brauchen Struk­tu­ren und Arbeits­weisen, die kreatives, innovatives und freies Denken nicht nur zu­lassen, sondern aktiv för­dern. Die eigene digitale Trans­formation beginnt in Unternehmen also immer mit der erfolgreichen Vernetzung von Mitarbeiter*innen und einer Flexibili­sierung der Arbeits­modelle und Struk­turen. Unternehmen müssen zu Matchmakern werden.

Und betriebsinterne Vernetzung lohnt sich auf allen Ebenen: Relevantes Wissen bleibt im Unternehmen, Mitarbeiter*innen können kollaborativer zusammenarbeiten und ergänzen sich optimal – dadurch wird die Innovationsfähigkeit gefördert. Neuen Kolleg*innen fällt die Einarbeitung leichter und Wissen ist für alle Mitarbeiter*innen schneller verfügbar. Wir sollten also alle beruflich mehr tindern.

Welche positiven Auswirkungen vernetztes Arbeiten hat, zeigt auch der Erfolg von Working Out Loud. Es ist, vereinfacht ausgedrückt, nur eine Reihe praktischer Techniken und Arbeitswerkzeuge, um Beziehungen aufzubauen. Für viele WOL-Anhänger hat sich jedoch durch die Anwendung ihre Art und Weise zu arbeiten komplett verändert. Mithilfe von Geschichten, Praktiken und Übungen vertieft man Beziehungen und kann eigene Verhaltensweisen ändern. Man arbeitet dadurch offener, freigiebiger und vernetzter. Das wiederum führt dazu, dass die gesamte Unternehmenskultur offener, innovativer und kollaborativer wird und Wissenssilos abgebaut werden. Kein Wunder, dass Unternehmen wie Siemens, Daimler, BOSCH und Continental bereits erfolgreich auf Working Out Loud setzen.

„Business-Tinder“ oder: Die Matching-Software für eine vernetzte Organisation.

Nicht umsonst wurde die Tandemploy SaaS schon häufiger mit einem Augenzwinkern als Business-Tinder bezeichnet. Wir sagen zwar lieber Kollegen-Matching für Neues Arbeiten, aber es trifft es schon ganz gut. Tandemploy entwickelt Software, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Arbeitsmodelle und Strukturen fit zu machen für ihre eigene digitale Transformation. Konkret vernetzen wir Kolleg*innen innerhalb einer Organisation für neue Arbeitsformen aller Art: für Projekte, ein Jobsharing, eine Hospitation in einem anderen Bereich, das Onboarding für ein bestimmtes Thema, ein Mentoring-Tandem oder einfach für ein unverbindliches Lunch oder Coffee Date. Die Mitarbeiter*innen nutzen das Tool selber – und gestalten damit ihre Zukunft der Arbeit ganz maßgeblich mit.

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