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Working Out Loud

Mach deine Arbeit sichtbar! So funktioniert Working Out Loud

Agilität, Wissenstransfer, Silo-Abbau, kultureller Wandel, Vernetzung… – das sind einige der großen Themen in Zeiten des digitalen Wandels. Da liegt es nahe, dass wir die Bewegung um Working Out Loud (benannt nach dem gleichnamigen Buch von John Stepper) sehr spannend finden. Aber was ist dieses „laute Arbeiten“ überhaupt? Und was hat die Methode mit Flexibilisierung, Digitalisierung und dem Abbau von Silos genau zu tun? Wie kann Working Out Loud umgesetzt werden? Und was bewirkt es in Organisationen?

Was ist Working Out Loud?

„Working Out Loud ist eine einfache Methode, um relevante Arbeitsbeziehungen aufzubauen, die dabei helfen, ein Ziel zu erreichen oder neue Themen zu entdecken.“

John Stepper

Wir leben in einer vernetzten, globalisierten Welt. Trotzdem gibt es noch Bereiche, in die die Vernetzung nicht gänzlich vorgedrungen ist: Unternehmen. Und das obwohl der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen heute zunehmend von ihrer Vernetzung abhängt. Working Out Loud ist, vereinfacht ausgedrückt, eine Reihe praktischer Techniken und Arbeitswerkzeuge, um Beziehungen aufzubauen und die so dringend benötigte Vernetzungskomepetenz zu erwerben und nutzbar zu machen. Für viele WOL-Anhänger ist es jedoch sehr viel mehr als das. Working Out Loud ist eine Lebenseinstellung. Es geht darum, mithilfe von Geschichten, Praktiken und Übungen, Beziehungen zu vertiefen und eigene Verhaltensweisen zu ändern – offener, freigiebiger und vernetzter zu arbeiten/werden. Bezogen auf einzelne Personen, aber auch auf ganze Unternehmen.

Wie funktioniert Working Out Loud?

Working Out Loud ist grundsätzlich für alle geeignet, die offener, selbstorganisierter und vernetzter arbeiten und leben wollen. In der Praxis geht es erstmal darum, welches Ziel man verfolgt. Mit diesen drei Fragen beginnt Working Out Loud:

  1. Was versuche ich, zu erreichen?
  2. Wer könnte mit meinem Ziel irgendwie in Verbindung stehen?
  3. Was kann ich denjenigen Personen im Gegenzug anbieten, um unsere Beziehung zu vertiefen?

Praktisch umgesetzt wird die Methode dann in einem Working Out Loud Circle. Man trifft sich in kleinen Gruppen 12 Wochen lang jede Woche (persönlich oder digital) und jeder Teilnehmer bearbeitet sein eigenes Ziel mithilfe der anderen Gruppenmitglieder. Die WOL Circle lassen sich natürlich auch in Unternehmen umsetzen.

Die Anleitung von John Stepper für die 12 Circle-Treffen gibt es hier zum Download (in englisch und deutsch).

 

WOL als Werkzeug für Vernetzungskompetenz

Tatsächlich ist es so, dass viele Unternehmen einige Praktiken und Techniken von WOL bereits nutzen. Unbewusst und ohne sie als solche zu benennen. Denn Digitalisierung braucht neue Arbeitsmodelle, Strukturen und das passende Mindset. Ohne Netzwerke und Kollaboration kann keine Innovation entstehen. Ohne Wissenstransfer bleiben Silos bestehen. Freies und vernetztes Denken sind Grundsteine für kulturellen Wandel. Wir müssen heute digital, selbstorganisiert, kollaborativ und vernetzt arbeiten (können). Mitarbeitende brauchen heute Vernetzungskompetenz – Working Out Loud liefert die Werkzeuge, um sie zu erlernen und zu nutzen.

Organisationen brauchen vernetzte Strukturen und grundlegende kulturelle Veränderungen. Flexibilisierung und Kollaboration sind grundlegend für eine ganzheitliche Digitalisierung. Beides ist jedoch in Silos nicht möglich. Ein Großteil des Wissens liegt in den Köpfen der Mitarbeiter*innen – sie müssen die Möglichkeit bekommen, sich zu vernetzen und ihr Wissen zu teilen. Sie brauchen Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Inspiration. Nur so können flexible Arbeitsformen und echte Netzwerke entstehen. Working Out Loud kann also ein Ansatz sein, um die Experten zu aktivieren, die Unternehmen für den digitalen Wandel wirklich brauchen – die eigenen Mitarbeiter*innen. Denn die Methode hilft dabei, Experten und ihr Wissen zu vernetzten und fördert dabei ihre digitale Zusammenarbeit. So unterstützt Working Out Loud die Digitalisierung von Unternehmen – von innen heraus.

Wie wichtig Vernetzungskompetenz heute ist, erklärt auch Alexander Kluge auf der Gelben Couch. Er ist seit mehr als 25 Jahren Berater, Begleiter, Unterstützer – aber auch Startup-Gründer, Interim Manager und Hochschul-Dozent. Mit seiner Frau Sabine Kluge bildet er zusammen DAS Working Out Loud-Expertenteam.

 

Working out Loud als weiterer Schritt im kulturellen Wandel

Arbeiten Menschen in Working Out Loud-Sessions, wird ihre Arbeit sichtbarer, effektiver und erfüllender. Sie arbeiten meist selbstorganisierter und vernetzter. Das wiederum führt dazu, dass die gesamte Unternehmenskultur offener, innovativer und kollaborativer wird, Wissenssilos werden abgebaut, echter Wissensaustausch entsteht. Das Ergebnis: Agile, hochvernetzte und digitale Unternehmen.

Kein Wunder also, dass Unternehmen wie Siemens, Daimler, BOSCH und Continental bereits erfolgreich auf Working Out Loud setzen.

Die Entstehung von Working Circles und die Vernetzung mit den passenden Kollegen, ist auch über unsere Matching-Software möglich. Direkt, einfach und Bottum-up natürlich.

Haben Sie eigene Erfahrungen, die Sie teilen können? Gibt es noch offene Fragen oder Anmerkungen? Schreiben Sie uns gerne einen Kommentar!

Working Out Loud in der Praxis

„Working Out Loud hilft Menschen selbst organisiert, diese Vernetzungskompetenz in kleinen Schritten und mit unterstützenden Peers (wieder) zu erlernen. Das hat eine Reihe von Nebeneffekten. Menschen werden autark und damit auch mutiger, bestehende Strukturen zu hinterfragen und ihre Talente im Unternehmen einzusetzen. Die damit einhergehende Veränderung ist damit für mich auch eine Humanisierung der Arbeit, wie wir sie heute kennen.“ Zum Interview mit Sabine Kluge

 

„Doch genau diese Reibung, die durch unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven, Problemlösungsstrategien oder kulturelle Unterschiede entsteht, halte ich in der dynamischen und komplexen Arbeitswelt von heute für extrem wichtig und wertvoll – für Individuen und für Unternehmen. Der große Mehrwert von WOL für Organisationen liegt auch im Graswurzel-Charakter – es braucht kein großes Change-Konzept mehr, denn der Mensch steht im Fokus.“ Zum Interview mit Sara-Lena Eisermann

 

„Zum Anderen versuche ich ein konsequentes und bedingungsloses „Working Out Loud“ zu betreiben und vorzuleben. Ich mache also meine Arbeit und meine Arbeitsergebnisse für meine KollegInnen sichtbar und auffindbar. Für mich ist die Methode „Working Out Loud“ aus Sicht der Mitarbeiter der Erfolgsgarant für erfolgreiches Arbeiten im Netzwerk und aus Sicht des Unternehmens die Voraussetzung, um auf die schwierigeren Rahmenbedinungen besser reagieren zu können.“ Zum Interview mit Rainer Gimbel

 

 

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