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Employee Communities – Teil 1: So arbeiten Fachkräfte mit digitalem Mindset

Dänemark 1998. Lego Mindstorms kommt auf den Markt, eine Serie aus individualisierbaren und über Hardware steuerbaren Robotern. Es dauert nicht lange und die ersten erwachsenen Lego-Fans haben die Software gehackt und beginnen, die Roboter nach ihren Wünschen anzupassen. Die Ergebnisse präsentieren sie auf eigenen Webseiten und Foren. Lego hat zwei Möglichkeiten:

  1. Rechtlich gegen die Hacker vorgehen oder
  2. sie einladen, gemeinsam an Produkten zu arbeiten.

Lego entscheidet sich für Letzteres – und bringt damit ungeplant eine Customer Community an den Start.

Heute, 20 Jahre später, sind Communities in ganz unterschiedlichen Kontexten auf dem Vormarsch, ob analog in Coworking Spaces und gesellschaftlichen Bewegungen (z.B. Fridays for Future) oder virtuell in Sozialen Netzwerken und Foren. Oft kombinieren Communities die virtuelle Vernetzung mit Offline-Formaten.

Was macht so eine Community aus?

  • Die Mitglieder haben ähnliche Interessen.
  • Sie kommunizieren auf Augenhöhe.
  • Sie halten sich an bestimmte Regeln und Werte (Nichtbeachtung führt zum Ausschluss aus der Community).
  • Die Community ist grundsätzlich offen für jeden.

Die Währung in Communities ist der Austausch unter den Mitgliedern. Er bringt den Mehrwert für jede*n Einzelne*n in Form von neuen Informationen, neuem Wissen, Rat, Inspiration und Kollaboration – das also, worauf das Wissensmanagement in Unternehmen abzielt. Oder sagen wir: abzielen sollte. Was Customer Communities für die Produktentwicklung sind, sind Employee Communities für das Wissensmanagement im Unternehmen.

Warum sollten Unternehmen den Aufbau von Employee Communities fördern?

Fachkräfte mit digitalem Mindset tun sich schwer damit, sich in feste, hierarchische Strukturen einzufügen. Sie sind es gewohnt, ihre Gedanken und Ideen mit anderen zu teilen, sich über verschiedenste Kanäle zu informieren und sich auf kurzen Wegen mit Menschen aus ihrem Netzwerk auszutauschen. Ein neuer Kontakt ist oft nur einen Klick oder ein Intro durch eine Person im Netzwerk entfernt. Sie handeln nach der Überzeugung, dass nur mit Offenheit und dem Einbezug verschiedener Perspektiven etwas Gutes entstehen kann – auch, weil sie es viele Male genau so erlebt haben. Sie sind Teamplayer. Ist es nicht genau das, was Unternehmen mehr denn je brauchen?

Dann ist Umdenken angesagt!

Die Vorstellung, dass nur eine bestimmte Person in bestimmter Position mit bestimmten Skills und bestimmten Zugangsrechten zu Informationen ein komplexes Problem lösen kann, hat ausgedient! Die besten Lösungen entstehen, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebens- und Erfahrungswelten zusammenkommen und noch dazu die Freiheit haben, ihre Ideen auch in konkretes Handeln umzusetzen.

Employee Communities aufbauen: Wie anfangen?

Natürlich sind auch Employee Communities kein Selbstzweck. Sie sollen den Mitarbeitenden dienen und dem Unternehmen. Am Anfang steht also die Frage nach dem WARUM – Warum wollen wir stärker vernetzt arbeiten? Was erhoffen wir uns davon? Welche Art der Vernetzung brauchen wir, um gut arbeiten zu können? Diese Fragen sollten sich auch und vor allem die Menschen stellen, die Teil einer Community werden sollen oder wollen. Davon ausgehend können sich ganz unterschiedliche Communities im Unternehmen bilden, etwa:

  1. Communities mit Menschen in speziellen Lebensphasen, z.B. Eltern oder Best Ager,
  2. fachspezifische Communities, z.B. Marketing oder IT,
  3. thematische Communities, z.B. Nachhaltigkeit oder Leadership.

Themen und Bedarfe können sich immer wieder verändern, Communities sich neu bilden oder verschwinden. Umso wichtiger sind Tools, die den Mitarbeitenden das Community Building unkompliziert ermöglichen. Mit Automatisiertem Matching etwa ist es ganz einfach, Menschen mit ähnlichen Themen und Interessen im Unternehmen zu finden und sich zu vernetzen. Kombiniert mit einem guten Community Management und Formaten, die den Austausch auch abseits der virtuellen Kommunikation fördern, entsteht so viel Raum für Kreativität und Innovation.

Was zeichnet eine Employee Community aus?

  • Ihre Mitglieder haben ähnliche (berufliche) Interessen, Arbeitsbereiche und/oder Lebenswelten.
  • Sie kommunizieren auf kurzen Wegen innerhalb der Community, online wie offline.
  • Die Communities sind offen für alle, unabhängig von Position und Abteilung.
  • Die Mitglieder tragen die Werte des Unternehmens mit und wirken in der Community als ihr Verstärker.
  • Sie sind oft auch außerhalb der Community gut vernetzt, holen sich Inspiration, Wissen und Rat über vielfältige interne und externe Kanäle und tragen diese Informationen ins Unternehmen.

Und Lego? Ist nach wie vor der größte Spielzeughersteller der Welt. Es zahlt sich also aus, die bisherigen Denkmuster in Frage zu stellen und sich für neue Wege zu öffnen. Oder wie wir sagen: #einfachmachen!

Unsere Matching-Software unterstützt unternehmensinternes Community Building, indem sie Mitarbeitende passgenau für unterschiedlichste Arbeitsmodelle und Aufgaben zusammenbringt. Buchen Sie sich gern eine Webdemo, um einen Einblick in die mittlerweile 18 Nutzenfelder zu bekommen.

+++ PLEASE NOTE +++ Tandemploy setzt sich für den verantwortungsvollen Umgang mit Daten ein. Unser „Advanced Skill Analyser“ macht sichtbar, wie Mitarbeiter*innen wirklich arbeiten wollen, welche Skills sie hierfür mitbringen – und vor allem welche sie einbringen möchten  – und zeigt so Skill Maps, Skill Gaps und Lerninteressen innerhalb der Organisation auf. Die Daten werden dabei entlang des ethischen Grundverständnisses von Tandemploy nur aggregiert und anonymisiert zur Verfügung gestellt und bilden für HR und Management eine hochspannende und relevante Grundlage für die strategische (HR-) Arbeit der Zukunft.

Übrigens: Dies ist der erste Teil unserer Mini-Reihe zum Thema „Employee Communities“. Klicken Sie hier, um Teil 2 zu lesen. Sie wollen keinen Artikel verpassen? Dann melden Sie sich direkt für unseren Newsletter an!

 

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