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Pflege und Beruf brauchen viel Zeit – Jobsharing bietet eine Lösung

Pflege und Beruf mit Jobsharing vereinbaren

Durch den demografischen Wandel und die sich damit verändernde Altersstruktur, gewinnt die Pflege immer mehr an Bedeutung. Besonders die häusliche Pflege durch Angehörige ist enorm wichtig. Denn von den 2,4 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden knapp 1,7 Millionen von ihren Angehörigen betreut. In den kommenden Jahren wird diese Zahl weiter ansteigen, während die Zahl der Pflegenden sinken wird. Das heißt auch, dass immer mehr Angehörige Zeit in die Pflege und Betreuung der pflegebedürftigen Menschen investieren müssen und wollen. Doch wie soll das für die Angehörigen zu schaffen sein?

Wer Pflege und Beruf vereinbaren will, braucht einen flexiblen Job!

Besonders der Job ist für die meisten Angehörigen das größte Problem. Denn ein pflegebedürftiger Mensch braucht nicht nur viel Aufmerksamkeit und Zeit, sondern muss der oder die Angehörige bei Schwierigkeiten oftmals sehr schnell zur Stelle sein. Viele Menschen schaffen diesen Spagat nicht und geben ihren Job auf. Jedoch kommen nur sehr wenige Menschen mit dieser vermeidlichen Lösung zurecht, da Pflege nicht nur zeit-, sondern auch geldintensiv ist. Denn muss oftmals nicht nur der pflegebedürftige Mensch versorgt werden, sondern auch Kinder oder Partner, die im Haushalt leben.

Die meisten Menschen sind also zwischen Job und Pflege hin und her gerissen, bekommen beides nicht richtig hin und sind permanent gestresst. Das hilft weder den Pflegebedürftigen, noch den Angehörigen oder gar dem Arbeitgeber. Es muss also ein Zustand geschaffen werden, durch den vor allem die Angehörigen entlastet werden. Die Belastung durch die Arbeitsstelle muss in einer solchen Sitaution dringend verringert oder umverteilt werden.

Jobsharing als Lösung

Durch Jobsharing ist es Arbeitnehmer*innen möglich, mehr Zeit in die Pflege der Angehörigen zu investieren und gleichzeitig die Arbeitsstelle zu behalten. Besonders in hochrangigen Positionen ist dies die beste Möglichkeit, da solch eine Stelle Vollzeit besetzt bleiben muss. Da die Arbeitszeiten mit dem Kollegen oder der Kollegin flexibel ausgemacht werden können, kann sich der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin die passende Zeit frei nehmen, während sein Kollege oder seine Kollegin arbeitet. Jobsharing ist für Pflegende auch besonders von Vorteil, wenn es sich bei der Pflege um einen langen Prozess handelt. Es gibt zwar Regelungen, die eine Freistellung für einen bestimmten Zeitraum vorsehen, was aber nicht viel nützt, wenn es sich bei der Pflegesituation um einen dauerhaften Zustand handelt.

Flexibilität hilft auch den Unternehmen

Diese Situation hat auch für den Arbeitgeber Vorteile. Denn würde der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin keine Zeit für die Pflege haben und müsste deshalb den Job kündigen, würde der Arbeitgeber einen qualifizierten Mitarbeiter oder Mitarbeiterin verlieren. Außerdem ist die Entlastung auch in der Einstellung und der Leistung des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin ersichtlich. Doch es werden immer noch zu wenige Menschen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützt. Wenn Sie einen Arbeitgeber suchen, der Ihnen diese Möglichkeiten zur Vereinbarkeit bietet, können sie die Möglichkeit nutzen, sich auf Famany.com über die Familienfreundlichkeit von Unternehmen zu informieren.

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