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Pairing, Splitting, Hybrid, Pure? Verschiedene Formen des Jobsharings

Pairing, Splitting, Hybrid, Pure? Verschiedene Formen des Jobsharings

Job Share Categories, The Job Share Project (UK)

Jobsharing ist nicht gleich Jobsharing. Um eine Idee davon zu bekommen, was Jobsharing alles (sein) kann, lohnt ein Blick auf die Typisierung des The Job Share Project aus UK. Sie unterscheiden nämlich ganz grob zwischen Job Splitting und Job Pairing, wobei letztere Form entweder „pure“ oder „hybrid“ gelebt werden kann. Eine Übersicht über die verschiedenen Formen des Jobsharings.

Verschiedene Formen des Jobsharings

Der Job Split ähnelt sehr stark der klassischen Teilzeit und ist eigentlich kein echtes Jobsharing: Hier wird ein Job in zwei voneinander unabhängige Bereiche aufgeteilt – die Jobsharer ergänzen sich in ihren Kompetenzen.

Bei Jobs, die sich nicht einfach splitten lassen, kommt das Job Pairing ins Spiel. Wer zumindest im deutschsprachigen Raum von Jobsharing spricht, meint meist diese Variante. Beim Job Pairing sind die Mitarbeiter austauschbar und für den Chef wie eine Person. Dies kann wiederum unterschiedliche Formen und Intensitäten annehmen, man unterscheidet hier wiederum zwischen einem Hybrid und einem Pure Job Share.

Beim Hybrid Job Share teilen sich zwei Menschen in gemeinsamer Verantwortung einen Job und bringen dabei unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen mit ein. Oftmals ergänzen sich die Jobsharer in bestimmten Bereichen, sind zumindest teilweise komplementär – was nicht nur für das Tandem selber, sondern auch für ihren Arbeitgeber einen besonderen Reiz ausmachen kann. Insgesamt sind beide – auch bei teils anderen Schwerpunkten innerhalb des Jobs – immer über die wichtigsten Schritte und Aufgaben des jeweils anderen im Bilde – und können im Zweifelsfall für diesen einspringen, mit- und weiterdenken.

Auch beim Pure Job Share sind zwei Personen gemeinsam für einen Job verantwortlich. Im Gegensatz zum Hybrid Job Share sind diese beiden allerdings eher wie „Klone“, ähneln sich in ihren Kompetenzen und Stärken relativ stark und sind dadurch in noch stärkerem Maße austauschbar. Oftmals haben Jobsharer, die sich für diese Form der Zusammenarbeit entscheiden, sogar ein gemeinsames Postfach und einen gemeinsamen Kalender.

Große Bandbreite an Modellen

Generell ist diese Typisierung natürlich stark vereinfacht und sicherlich kein adäquates Abbild der Jobsharing-Realität. Dennoch deutet sie zumindest eine Bandbreite an Modellen und Konstellationen an, die vielen (wenn sie zum ersten Mal von Jobsharing hören) gar nicht in den Sinn kommt. Gerade der Gedanke, Positionen mit komplementären Teams zu besetzen, ist für viele Arbeitgeber und Bewerber oft neu und überraschend. Dabei ist diese Variante sehr charmant.

In der Praxis gibt es tatsächlich am häufigsten hybride Jobsharing-Formen, bei denen die Tandempartner (zumindest teils) unterschiedliche Schwerpunkte setzen und ihre individuellen Stärken nutzen.

Sofern jedoch alle Jobsharing-Formen zu einer lebensfreundlicheren Arbeitswelt und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Projekten, Weiterbildungen und anderen Lebensbereichen beitragen, ist eine akkurate Kategorisierung im Endeffekt gar nicht nötig. Hier würden wohl alle bereits aktiven Jobsharer und deren Vorgesetzte zustimmen.

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