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Das Märchen von der eierlegenden Wollmilchsau – und warum Jobsharing die bessere Alternative ist.

Statt die eierlegende Wollmilchsau zu suchen, lieber auf Josbharing setzen

Wer kennt sie nicht, die idealtypische Stellenausschreibung, in der sich niemand (aber auch wirklich niemand!) wieder findet. Gesucht wird in den meisten Fällen eine Art Übermensch, jemand, der alles kann, alles weiß und schon sämtliche Fähigkeiten mitbringt, die man sich eben so wünscht. Die legendäre eierlegende Wollmilchsau. Wer aber wirklich so viele unterschiedliche Fähigkeiten auf einer Position vereinen will, sollte lieber auf Jobsharing setzen.


Die Stellenausschreibung für die eierlegende Wollmilchsau klingt dann in etwa so:

SIE SIND…

  • sehr gewissenhaft und dabei äußerst pragmatisch?
  • überdurchschnittlich kreativ und dabei analytisch stark
  • ein verantwortungsvoller, sicherheitsliebender Mensch, der keine Risiken scheut und gerne um die Ecke denkt?
  • ein extrovertierter Netzwerker, der die stille Arbeit am Computer braucht, wie die Luft zum Atmen?
  • ein Visionär und Stratege, der es liebt, Ideen selber umzusetzen – bis ins kleinste Detail?
  • verhandlungssicher im Deutschen, Englischen, Spanischen und Norwegischen?
  • flexibel, loyal und immer bereit, die Extrameile zu gehen?

Dann passen Sie perfekt zu uns. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Die eierlegende Wollmilchsau – ein Märchen

Wie viele Menschen fallen Ihnen spontan in Ihrem Bekanntenkreis ein, die sich in dieser Beschreibung wiederfinden würden? Lassen Sie mich raten: keiner? Stellenanzeigen basieren zu bestimmt 90% auf utopischen Anforderungen und Ideen davon, was ein perfekter Mitarbeiter mitbringen sollte.

Das Verrückte daran: Viele Personaler erwarten  nicht einmal, dass die Bewerber all das wirklich mitbringen. Und doch formulieren sie das Anforderungsprofil so, das es klingt, als würden sie die eierlegende Wollmilchsau suchen. Denn vielleicht, ja vielleicht – man weiß ja nie, gibt es ihn ja doch: den einen Menschen, der tatsächlich all das kann. Den Superman unter den Jobsuchenden.

Lieber auf Jobsharing setzen

Anstatt vergeblich auf Superman zu warten, könnte man auch einfach ein Jobsharing-Tandem einstellen. Ein Zweier-Team, in dem sich Stärken, Erfahrungen und Ideen ergänzen. Zwei Menschen, die sich den Job teilen und gemeinsam sowohl kreativ als auch analytisch, visionär und umsetzungsstark sind, kurz: das ganze Spektrum abdecken. Eben all das, was einer alleine schwerlich sein kann.

Die vielen Vorteile von Teamarbeit – man könnte sie auch in der Besetzung von einzelnen Positionen noch viel stärker nutzen. In gut zusammengestellten Jobsharing-Tandems können Mitarbeiter nämlich zu genau den eierlegenden Wollmilchsäuen werden, die Recruiter und Personalberater in Einzelpersonen meist vergeblich suchen.

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