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Lernen, in Netzwerken zu arbeiten – So unterstützt WOL die Digitalisierung in Unternehmen.

WOL stellt den Mensch in den Mittelpunkt

Sara-Lena Eisermann ist seit dem 01.02.2018 Customer Happiness Managerin bei der Tandemploy GmbH. Vorher war sie als HR Specialist bei Spreadshirt in Leipzig. Schon in dieser Zeit hat sie angefangen, sich mit der Working Out Loud Methode zu beschäftigen. Aktuell steckt sie mitten in einem 12-wöchigen Working Out Loud Circle. Im Interview hat sie mit uns über ihre Erfahrungen mit WOL gesprochen und erklärt, welchen Mehrwert diese Methode für Unternehmen haben kann und wie Working Out Loud die Digitalisierung von Unternehmen unterstützt.

Sara, Du bist gerade in einem 12-wöchigen Working Out Loud Circle. Wie kam es dazu und wie sind deine Erfahrungen damit? Erzähl doch mal.

Zum ersten Mal von der Methode gehört habe ich bei einem Meetup zu „Working Out Loud“ in Leipzig. Ein halbes Jahr später kreuzte WOL dann wieder meinen Weg: Die drei Buchstaben sowie das Namaste-Emoji poppten plötzlich überall in meinem sozialen Netzwerk auf und verbreiteten sich vor allem auf LinkedIn und Twitter mit einer Welle des „namaste-ing“. Zunächst war ich etwas kritisch, wollte die Methode aber unbedingt kennenlernen und selbst ausprobieren. Als ich dann im Januar den Tweet von Sabine Prettenhofer sah, die MitmacherInnen für ihren WOL-Circle suchte, dacht ich mir: Das ist der perfekte Zeitpunkt, weil Anfang Februar mein neuer Jobstart im Customer Happiness Team bei Tandemploy anstand. Fast zeitgleich lernte ich meinen virtuellen WOL-Circle kennen: Sabine Prettenhofer, Karsten Fanke, Sandra Rau und Markus Buckmann. Wir sind jetzt in der zweiten Hälfte unseres Circles und meine erste nüchterne aber positive Erkenntnis ist: WOL ist kein neues Wundermittel für die digitale Transformation, sondern eine sehr einfache und systematische Methode, strukturiert und fokussiert sowie nachhaltig mit anderen zu lernen und die eigene Arbeit selbstorganisiert zu gestalten. Das individuelle Ziel ist wichtig für den Prozess und die Lernkurve – für mich ist es aber ein Mittel zum Zweck, denn es geht mir vielmehr darum, den Lernprozess gemeinsamen zu gestalten, miteinander zu wachsen und sich gegenseitig zu unterstützen. Durch den zielgerichteten Fokus und den Austausch mit meiner Peer-Group, verfolge ich mein Ziel wesentlich konsequenter und strukturierter – das macht dann auch viel mehr Spaß! Letztlich steht die Zielerreichung für mich persönlich weniger im Vordergrund, sondern die Erfahrung, das Ausprobieren und Praktizieren der Methoden.

Ein echtes Fazit kann ich erst nach dem Ablauf des kompletten Circles ziehen und ich bin jedenfalls jetzt schon gespannt, welche beruflichen und privaten Veränderungen ich noch feststellen werde.

Was begeistert dich an Working Out Loud?

Von den USA über Deutschland bis nach China – immer mehr Menschen auf der ganzen Welt stecken sich mit dem WOL-Virus an. WOL ist einfach und genau diese Einfachheit ist es, die mich begeistert! Jeder kann jederzeit damit anfangen und die persönliche Weiterentwicklung eigenverantwortlich gestalten. Für mich ist Working Out Loud ein Konzept für selbstorganisiertes und vernetztes Lernen und ich bin überzeugt, dass wir in Netzwerken erfolgreicher miteinander arbeiten. Die Guidelines von John Stepper, die open-source verfügbar sind, sind sehr strukturiert und enthalten viele konkrete Übungen. Durch den Wissensaustausch mit der Gruppe entsteht ein kollektiver Lernprozess und dadurch viel Motivation und Disziplin sowie ein starkes Gefühl der Verbundenheit. Am besten finde ich: WOL ist für jeden ganz individuell wirksam – da gibt es kein richtig oder falsch. WOL schreibt mir nicht vor, was, wie, wann zu tun ist, ich selbst entscheide, was zu mir, meiner Persönlichkeit, meiner Arbeitsweise und meinem Zeitmanagement passt. Deshalb ist WOL auch so intensiv, vielschichtig und tiefgreifend.

Aktuell gibt es eine große Diskussion über die Nachhaltigkeit und Wirksamkeit von Working Out Loud. Wie siehst du das? Wofür eignet sich WOL als Methode? Welchen Mehrwert kann es für Unternehmen haben? Besonders in Hinblick auf die digitale Transformation.

Die Diskussionen im Netz nehme ich als sehr konstruktiv, wertschätzend und produktiv wahr. Ich finde die kritische Auseinandersetzung mit WOL wichtig und ermuntere jeden, es einfach mal selbst auszuprobieren. Die Methode eignet sich für den Aufbau starker Netzwerke mit nachhaltigen und stabilen Beziehungen und zwar durch etwas ganz Menschliches: Das Entgegenbringen von echter Wertschätzung und aufrichtigem Interesse am Gegenüber. Darin liegt für mich das größte Potential von WOL. In den 12 Wochen lernt man gezielt verschiedene Techniken kennen, die zusammen mit der Gruppe im geschützten Raum geübt werden können, ohne Angst vor einem Scheitern oder einer Bewertung. Es geht darum, im Alltag, in der Arbeitsweise eine Veränderung in der Haltung und im Verhalten, also einen echten Mindset-Wandel, zu erwirken. Ich achte jetzt viel mehr darauf, wie ich Nachrichten oder E-Mails schreibe und etwas online kommentiere. Ich traue mich mittlerweile mehr, auch unfertige Arbeiten mit anderen zu teilen – darum geht es mir im Wesentlichen: Wissen zu teilen ohne Gegenleistung zu erwarten. Die Unterstützung und Nutzung von Social Media und digitaler Tools ist dabei super hilfreich, auch weil man in der Gruppe lernt. Bestenfalls ist die Gruppe ganz vielfältig zusammengewürfelt: denn je vielfältiger die Gruppe, desto spannender sind die gemeinsamen Lerneffekte und Aha-Momente. Wir umgeben uns ja gern mit Menschen, die ähnlich ticken wie wir selbst – das ist angenehmer, und so entsteht weniger Reibung. Doch genau diese Reibung, die durch unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven, Problemlösungsstrategien oder kulturelle Unterschiede entsteht, halte ich in der dynamischen und komplexen Arbeitswelt von heute für extrem wichtig und wertvoll – für Individuen und für Unternehmen. Der große Mehrwert von WOL für Organisationen liegt auch im Graswurzel-Charakter – es braucht kein großes Change-Konzept mehr, denn der Mensch steht im Fokus.

Du bist Customer Happiness Managerin bei uns. Inwieweit spielt WOL für Tandemploy eine wichtige Rolle?

Es kommt mir zwar schon viel länger vor, aber ich bin tatsächlich erst seit knapp drei Monaten neu im Customer Happiness Team dabei. Mir ist schnell aufgefallen, wie die Menschen hier miteinander arbeiten: ziemlich transparent und kollaborativ. Das Prinzip von WOL, die eigene Arbeit sichtbar zu machen, ist bereits ein zentrales Element der täglichen Zusammenarbeit bei Tandemploy. Zum Beispiel werden die Zahlen transparent für das ganze Team dargestellt, es gibt ein Recap von unserem Open Wednesday in Form eines internen Newsletters, sodass alle die Ergebnisse mitbekommen. Es wird generell viel dafür getan, dass wir lernen und unser Wissen miteinander teilen. Working Out Loud ist eine konsequente Fortsetzung dieser Kultur, es passt zum Unternehmen und zum Produkt – Denn wir verkaufen Software, die genau diese Dinge macht und abbildet.

Vielen Dank für das schöne Interview, Sara! Und für die spannenden Einblicke in deine Erfahrungen mit WOL!

 

 

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