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„Ein junges Team, das sehr eigenverantwortlich, agil und in flachen Strukturen arbeitet.“ – Jobsharing bei Media4Care

Media4Care ist ein junges Startup aus Berlin und München, das im Bereich der Altenpflege tätig ist. Mit Tablet-gestützten Produkten digitalisiert das Startup die alltägliche Betreuung und Unterstützung von Senioren, Pflegebedürftigen und Menschen mit Demenz. Dabei verfolgt Media4Care das Ziel, mehr Lebensfreude zu ermöglichen, nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für Angehörige, Pflegekräfte und Betreuer. Wir haben mit Gründer Philipp Gaerte über flexible Arbeitsmodelle, Jobsharing und die Unternehmenskultur gesprochen.

Wie kam es dazu, dass Sie nun Jobsharing anbieten? Wie sind Sie darauf aufmerksam geworden?
 
In unserem Arbeitskontext dreht sich viel um die Gestaltung von Arbeitsprozessen und um das Finden innovativer Lösungen für die Herausforderungen der demographischen Entwicklung. Wir sind zunehmend mit einer alternden Gesellschaft konfrontiert und finden in der Altenpflege gleichzeitig immer weniger Fachkräfte – wie gehen wir mit diesem Gap um? Deshalb experimentieren wir auch in unserem eigenen Team mit innovativen Arbeitsmodellen. Als ich durch einen Teamkollegen von Tandemploy erfuhr, war ich deshalb sofort begeistert von der Idee. Dieses Modell bietet uns die Möglichkeit, neue flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten und gleichzeitig von der Vielfalt und Kreativität eines Zweiergespanns zu profitieren.

Gründer und Geschäftsführer Philipp Gaerte

Was begeistert Sie am Jobsharing-Modell?
Wir arbeiten bereits seit Gründung mit sehr flexiblen Arbeitszeitmodellen. So arbeitet das Redaktionsteam in Teilzeit, ist ortsungebunden und organisiert sich fast ausschließlich digital. Das Jobsharing-Modell setzt auf diesen positiven Erfahrungen auf und ergänzt es durch den Teamgedanken. Dabei erhält das Tandem weiterhin die zeitliche Flexibilität und wir als Arbeitgeber die Power und Tatkraft von zwei Menschen, die sich bestenfalls auch noch fachlich und persönlich komplementär ergänzen. Dem Tandem können wir durch diesen Mix sicherlich anspruchsvollere Tätigkeiten mit hoher Verantwortung anbieten, die man alleine in Teilzeit sicherlich nicht gestemmt hätte.

Aktuell suchen Sie Tandems in den Bereichen Product, Backend Development und Teamassistenz. Für welche Positionen können Sie sich Jobsharing noch vorstellen? Gibt es Grenzen – oder ist prinzipiell erstmal alles möglich?

Wir sind generell flexibel und können uns vorstellen, das Jobsharing-Modell im Großteil unseres Teams anzubieten. Wenn das jeweilige Tandem sehr gut auf das gesuchte Profil passt und uns überzeugt, sehe ich keinen Grund, dieses Modell nicht unternehmensweit auszuweiten.

Wenn Sie drei Wünsche an Ihr erstes Jobsharing-Tandem formulieren könnten, welche wären das?
  
Aus eigener Erfahrung als Gründer und in meiner Geschäftsführertätigkeit finde ich das Jobsharing vor allem dann spannend, wenn sich die zwei Teamkollegen sowohl fachlich als auch persönlich ergänzen. Dadurch kann aus 1+1 = 3 entstehen und sich ganz neuer Mehrwert für Media4Care entwickeln. Dies wäre also mein erster Wunsch: ein klar komplementäres sich ergänzendes Tandem.
Als zweites wünsche ich mir, dass sich das Tandem mit unserer Vision und Mission identifiziert. Wir haben uns einer sehr großen Frage angenommen: Wie gestalten wir die Altenpflege der Zukunft? Wir können nur gemeinsam mit unseren Partnern mögliche Antworten für diese Frage finden, wenn wir mit viel Energie, Motivation und Herzblut an diesem Thema arbeiten. Eine persönliche Bindung zu unserer Arbeit und unserer Absicht ist deshalb sehr wichtig.
Abschließend wünsche ich mir ein Tandem, das sich nicht mit dem Status Quo zufrieden gibt, sondern täglich dafür arbeitet, unsere Abläufe, Dienstleistungen und unser Produkt zu verbessern. Das reflektiert und über sich selbst hinauswachsen möchte. Das mit unserem gesamten Team an neuen Lösungen bastelt, Konzepte entwirft und uns somit Schritt für Schritt unserer Vision ein kleines Stück näher bringt.

Und worauf dürfen sich Bewerber bei Media4Care freuen?
Für mich zeichnet sich unser Team vor allem durch unsere gemeinsame Vision und hohe Ambition aus. Wir haben es in den vergangenen Jahren geschafft, unser Produkt an über 1.700 Einrichtungen in ganz Deutschland und Österreich zu vertreiben und unterstützen damit täglich über 50.000 Menschen mit Demenz. Diese Meilensteine haben wir nur durch größte gemeinsame Anstrengung, Fleiß, großartige Partner und enge Kundenbeziehungen erreichen können. Auf diese ganz besonderen Beziehungen bin ich sehr stolz. Gleichzeitig erwartet die Bewerber ein junges Team, das sehr eigenverantwortlich, agil und in flachen Strukturen arbeitet. Bei uns zählt nicht der Titel, sondern die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Ergebnisse zu liefern und aus seinen Fehlern zu lernen. Viel Wert legen wir auf die persönliche Weiterentwicklung und Unternehmertum. Man kann also sicher sein, dass es nie langweilig wird!

Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben? 

Unsere Unternehmenskultur ist typisch Startup – gekoppelt mit einem starken Purpose-Gedanken. Wir entwickeln ausschließlich Lösungen, die die Altenpflege zukunftsfähig machen, unsere Zielgruppen entlasten und das Leben der Senioren und Pflegebedürftigen verbessern. Diese Absicht erreichen wir in agilen Strukturen, die die Eigenverantwortung der einzelnen Teams fördern und fordern. Dabei legen wir viel Wert auf Transparenz und interne Kommunikation, um unserem wachsenden Team eine gemeinsame Basis für die weitere Geschäftsentwicklung zu bieten – da fassen wir uns auch gerne an die eigene Nase und verbessern uns jede Woche weiter. Als Team befinden wir uns gerade in einer Phase, wo wir zunehmend beginnen, unsere Kultur ganz bewusst zu definieren und zusammen weiter zu entwickeln – deshalb freuen wir uns auf neue Teamkollegen, die mit uns auf diese Reise gehen und neue Impulse setzen.

Herzlichen Dank für Ihre Zeit und das spannende Interview! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!

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