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Jobsharing ist mehr als 50/50 – Ein Überblick

Jobsharing ist mehr als 50/50 - Ein Überblick

Oft kommt die Frage auf, wie genau sich Jobsharer eine Stelle aufteilen – und ob es noch andere Varianten gibt als die klassische 50/50 Aufteilung einer 100%-Stelle. Die Antwort ist ganz klar: die gibt es! Und zwar viele verschiedene. Die bekannten Jobsharing Konstellationen sind so vielfältig wie die Jobsharer selber – und vor allem sind sie nicht für immer in Stein gemeißelt. Oftmals ändern sich die Aufteilungen im Laufe der Jahre – je nachdem welche Lebensphasen die Tandempartner gerade durchlaufen und welche Bedürfnisse sie in diesen haben. Ein Überblick.

Mehr als 50/50? Mögliche Jobsharing Aufteilungen

Es gibt 60/40 Aufteilungen, 70/30 Konstellationen und 55/45 Modelle. Der Fantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Vor allem aber gibt es auch Modelle, die über die klassische 100%-Stelle hinausgehen. Letzteres kommt besonders häufig bei Führungspositionen vor, die – wenn wir ehrlich sind – meist ohnehin mit einem höheren Arbeitsaufwand verbunden sind. Denkbar und auch durchaus üblich sind hier 120%- oder auch 150%-Stellen, in denen die einzelnen jeweils bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten. 30 Wochenstunden sind für viele Menschen eine „gute“ und erstrebenswerte Größe, die mit einem meist ausreichenden Gehalt und einem als angenehm empfundenen Arbeitsvolumen einhergeht.

Aus Arbeitgebersicht sind die Ü 100%-Konstellationen sogar besonders attraktiv. Jobsharer schaffen in 3-4 Tagen erwiesenermaßen genauso viel wie sonst in 5 (zur Erinnerung: die Deutschen sind im Schnitt an 2 von 5 Tagen unproduktiv, Teilzeitkräfte sind produktiver), sind zusammen also wesentlich effizienter. Und: Die Überschneidung ist bei diesen Modellen mit inbegriffen, man trifft sich beispielsweise mittwochs früh zur Übergabe und Absprache und sichert so besonders leicht reibungslose Abläufe.

Mehr als einen Job teilen?

Viel entscheidender als die strikte Aufteilung einer 100%-Stelle ist beim Jobsharing zusammenfassend die Art der Zusammenarbeit, denn gerade diese ist besonders charakteristisch: Anders als bei klassischer Teilzeit teilt man eine Stelle eben nicht strikt 50/50 auf und arbeitet dann jeweils für sich in seinem eigenen klar definierten Bereich. Viel entscheidender sind – auch ganz unabhängig von der konkreten Gestaltung – die enge Kooperation, das gemeinsame Ziel und die gemeinsame Verantwortung. Jobsharer entscheiden eigenverantwortlich, wie sie ihren Job im Team meistern und wer wann was tut um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Das Selbstmanagement ist hierbei ein entscheidender Faktor und zudem ein wichtiger Schritt hin zu einer neuen Kultur und Arbeitsorganisation.

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