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Doppelte Expertise – Jobsharing in der Beratung mit cmx consulting

cmx consulting - eine Beratung, die neue Wege geht!

Dr. Claudio Felten, Geschäftsführer – Managing Partner der cmx consulting

Die Strategie- und Organisationsberatung cmx consulting berät seit 1996 rund um das Thema „Kunde“. Ihr Geschäftsführer Dr. Claudio Felten hat uns in einem Interview verraten, wie sowohl Mitarbeiter als auch Kunden von Jobsharing profitieren.

Ihr habt euch bei cmx consulting dafür entschieden, Jobsharing als Arbeitsmodell für Top-Berater anzubieten. Warum liegt Deutschlands größter Kundenmanagement-Beratung das Thema Jobsharing so am Herzen?

Jobsharing ist für uns aus drei Gründen relevant. Schauen wir zunächst auf die neue Arbeitswelt. Wir beschäftigen uns bereits seit Jahren intensiv mit den Anforderungen, die Menschen an ihren Arbeitgeber stellen. Speziell setzen wir uns bei cmx consulting mit der Frage auseinander, wie wir unseren Mitarbeitern eine Work-Life-Integration ermöglichen können. Ich spreche bewusst von einer Integration und nicht von einer Balance, da es sich bei der Herstellung einer Balance um den Ausgleich von Gegensätzen handeln würde. Bei der Integration geht es hingegen darum, Familie oder anderen Interessen mit dem Job in Einklang zu bringen.

Das zweite Thema ist der Arbeitsmarkt der Beratung. Wir teilen uns als mittelgroße Top-Beratung die Aufmerksamkeit potenzieller Mitarbeiter mit erheblich größeren Unternehmen. Durch innovative Angebote wie Jobsharing erhöhen wir unsere Präsenz und Attraktivität.

Und das dritte Thema sind die hochqualifizierten Menschen, die wir für unsere Kundenprojekte begeistern wollen. Jobs in der Beratung sind sehr anspruchsvoll und mit hohem Arbeitsaufwand verbunden. Menschen, die qualifiziert sind und eigentlich einen anspruchsvollen Job wollen, verlassen häufig die Beratung, weil sie dieses Arbeitspensum nicht aufbringen können oder wollen.

Wir haben nach Lösungsansätzen gesucht und schon lange an Jobsharing gedacht, hatten allerdings großen Respekt vor der Umsetzung, da es in der Beratungsbranche bislang keine Praxisbeispiele gab. Mir fehlten Antworten auf Fragen wie „Wie finde ich die Tandems?“, „Wie setze ich die Verträge auf?“‚ „Wie organisieren sich die Tandems?“. Als wir dann auf Tandemploy gestoßen sind, war uns schnell klar, dass wir es jetzt umsetzen wollen. Tandemploy ist unser Shortcut in die Umsetzung.

Hast du eine konkrete Vorstellung davon, wie Berater ihr Tätigkeitsfeld teilen könnten?

Wir besetzen eine Consultant-Stelle mit zwei Beratern. In der Umsetzung wird es so aussehen, dass die am Programm teilnehmenden Berater jeweils ganze Tage an ihrem Arbeitsplatz präsent sein werden. Der eine die erste Hälfte der Woche, der andere die zweite Hälfte der Woche. Gemeinsam wird das Tandem sowohl für den Bereich Marktentwicklung als auch für die Projektarbeit verantwortlich sein. Wie sie sich organisieren, ist komplett ihnen überlassen. Am Ende zählt nur das Ergebnis.

Wie soll die Kundenbetreuung praktisch umgesetzt werden?

Die Kunden werden aufgeteilt, aber auch hier ist es so, dass der eine immer für den anderen einspringen kann, wenn er nicht da, krank oder im Urlaub ist. Der Vorteil ist, dass, wenn einer ausfällt, es immer einen Plan B gibt. Außerdem erhalten unsere Kunden doppelte Expertise zum gleichen Preis.

Inwiefern passt das Arbeitsmodell Jobsharing in eure Unternehmens-Identitiät „people, perfection, punk“?

Ich würde sagen, wie die Faust aufs Auge. „People“ liegt auf der Hand: Bei uns geht es um Menschen – darum, die Lebensqualität zu verbessern und die Anforderungen der neuen (Arbeits-)Welt an die individuellen Lebenskonzepte anzupassen. Jobsharing gibt unseren stark eingespannten Beratern Freiräume. Sind unsere „People“ glücklich, sind wir es auch als Unternehmen.

Perfection steht für unsere geballte Kompetenz – diese können wir durch Jobsharing weiter ausbauen. Wenn zwei Berater ihre jeweils eigene Kompetenz gemeinsam einbringen, steigern wir damit unsere Qualität, unsere Perfection.

Zudem stehen wir für unkonventionelle Beratung – das ist Punk. Zu unserem bewussten Querdenken passt Jobsharing einfach hervorragend, weil es unsere Innovationskraft unterstreicht.

Was sind aus deiner Sicht die größten Vorteile, wenn eine Stelle mit zwei Jobsharern besetzt wird?

Wir ermöglichen es Menschen, ihren Berufsweg fortzusetzen, auch wenn sich ihr Leben verändert. Auch wenn sich die Lebensphasen oder Einstellungen unserer Mitarbeiter ändern, können sie bei uns im Unternehmen weiterhin das machen, was sie am besten können – und zwar Unternehmen rund um das Thema Kunde beraten. Jobsharing steigert nicht nur unsere Produktivität, sondern gleichzeitig unsere Kreativität und unsere inhaltliche Vielfalt.

Was glaubst du ist besonders wichtig, damit Jobsharing in einem Unternehmen gelingt und letztlich alle davon profitieren?

Wir müssen drei Dinge schaffen – diese sind für uns das A und O. Erstens müssen wir zwei Menschen finden, die als Einheit funktionieren. Sie müssen miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Das ist die Grundvoraussetzung für ein gut funktionierendes Jobsharing.

Als zweites müssen wir Kunden den Nutzen von Jobsharing verdeutlichen und ihnen den Mehrwert der doppelten Expertise vermitteln.

Zuletzt gilt es für uns als Arbeitgeber, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Arbeit in den Tandems reibungslos funktioniert. Wir werden uns individuell mit den Tandems zusammensetzen und gemeinsam überlegen, welche Strukturen Sinn machen. Wenn es beispielsweise um die Einrichtung eines Postfaches geht, müssen wir überlegen, ob das Tandem extern eine gemeinsame Mail-Adresse hat und intern zwei, also jeder seine eigene. Das gleiche gilt für die Handynummer: Haben sie eine Handynummer? Oder zwei? Und dann liegt es an ihnen, wie sie die Kommunikation untereinander sowie zu ihren Kunden regeln.

Wie sagen eure Mitarbeiter dazu, dass ihr Jobsharing in die cmx consulting bringt?

Die Resonanz ist extrem positiv.

Danke für deine Zeit und das Interview.

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  1. […] vor allem keine vernünftigen Grundlagen gab, auf denen man hätte aufbauen können“, erklärt Claudio Felten im Interview mit dem Berliner Startup Tandemploy. Ihm fehlten Antworten darauf, wie man geeignete Beraterpaare […]

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