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Innovation UND Effizienz? Organisationale Ambidextrie

Durch organisationale Ambidextrie können Effizienz UND Innovation entstehen.

Die Digitalisierung ist und bleibt das Trendthema. Jeden Tag gibt es neue Artikel, die über Digitalisierungstrends und -strategien berichten, über Chancen und Herausforderungen des Wandels. Wollen Unternehmen in diesen Zeiten erfolgreich sein bzw. bleiben, müssen sie handeln, um mit diesen Veränderungen umgehen zu können. Dabei ist es ein Balanceakt, Kerngeschäft und Innovation gleichzeitig im Auge zu behalten.


Um die digitale Transformation voranzutreiben, müssen Unternehmen agil werden. Gleichzeitig sollen und wollen sie aber auch stabil und effizient sein. Das scheint für viele auf den ersten Blick ein unvereinbares Szenario zu sein. Viele Organisationen neigen sogar dazu, die Themen Kerngeschäft und Innovation strikt voneinander zu trennen. So entstehen isolierte Innovationseinheiten, oft sogar an anderen Standorten.

Dabei müssen Innovation und Effizienz keine Gegensätze sein. Im Gegenteil: Sie bedingen sich sogar gegenseitig. Innovationen und traditionelles Kerngeschäft können sich im Idealfall gegenseitig ergänzen.
Unternehmen, die heute erfolgreich sein wollen, müssen innovativ UND effizient sein. Ohne Innovation (in unseren Denkmustern, Arbeitsweisen, Strukturen) wird effizientes Arbeiten in Kürze kaum mehr möglich sein.

Aber wie?

Organisationale Ambidextrie

Der Begriff Ambidextrie (aka. Ambidexterität, lat. „Beide rechts“ oder „rechte Hand“) bedeutet Beidhändigkeit und beschreibt die Fähigkeit von Organisationen, gleichzeitig effizient und flexibel zu sein. Die organisationalen Ambidextrie meint eine Parallelität von Exploitation (Ausnutzung von Bestehendem) und Exploration (Erkundung von Neuem).

Für Unternehmen heißt das kurz gefasst:
Exploitation: Optimierung des Kerngeschäfts durch feste Strukturen
Exploration: Innovationen, Kreativität, Aufbrechen von Silos, Verlassen von alten Strukturen – um neue Lösungen zu finden

Organisationen, die die Herausforderung meistern, Exploitation und Exploration gleichermaßen bedienen und gestalten zu können, werden „ambidextre Organisationen“ genannt. Diese Unternehmen sind agiler, anpassungsfähiger und dadurch besser für den digitalen Wandel gewappnet.

Organisationale Ambidextrie wirkt sich positiv auf Effizienz, Wissenstransfer, Innovation und die Unternehmenskultur aus

Unternehmen und Führungskräfte müssen dafür sorgen, dass Strukturen entstehen, in denen es Mitarbeitern ermöglicht wird:

  • zu kommunizieren – das ermöglicht die Übermittlung von Innovation und hilft dabei, mögliche Konflikte zu reduzieren
  • sich zu vernetzen und ihr Wissen zu teilen – sie brauchen Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Inspiration
  • sich auszuprobieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln – es müssen Experimentier- & Innovationsräume geschaffen werden
  • Verantwortung zu übernehmen – Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter loslassen und ihnen vertrauen (und umgekehrt)
  • eine Chance zur Mitbestimmung zu erhalten

Organisationen, die es also schaffen, diese unterschiedlichen Ziele auszubalancieren, sind klar im Vorteil. Sie sind flexibler und autonomer. Strukturen werden agiler, Wissenssilos werden abgebaut und Mitarbeiter in ihrem Selbstmanagement gestärkt – dadurch findet ein kultureller Wandel statt.

Das alle führt wiederum zu einer gleichermaßen innovativen wie effizienten Zusammenarbeit.

 

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