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#ChangeAgent Robert Franken – Leistungsprinzip benachteiligt Menschen in unserer Gesellschaft

#ChangeAgent Robert Franken - Leistungsprinzip benachteiligt Menschen in unserer Gesellschaft

Robert Franken setzt sich mit Digital Leadership, Gender Empathy und New Work auseinander. Als Speaker, Moderator und Autor trägt er gesellschaftlich relevante Inhalte nach außen und veröffentlicht diese untere anderem in seinem Blog Digitale Tanzformation sowie der Plattform für Male Feminists Europe. Er setzt sich für faire Arbeitsverhältnisse und gegen das Leistungsprinzip ein – und zeigt Gesicht. Damit gehört er definitiv zu unseren Change Agents.

Wenn Sie eine Sache am Arbeitsmarkt sofort verändern könnten, welche wäre das?

Ich würde die Diskriminierung von Alleinerziehenden sowie Frauen und Müttern (und Vätern) in Teilzeit nach der Rückkehr aus der Elternzeit angehen. Dazu gehört auch die Beschäftigung mit der überwiegend quantitativen Beurteilung von Arbeitsleistung. Eltern sind eine wertvolle Ressource für den Arbeitsmarkt, gleichzeitig leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Zukunft unserer Gesellschaft. Hier müssen wir neue Prioritäten setzen, auch und gerade vor dem Hintergrund sich verändernder Lebensentwürfe.

Was ist Ihr persönlicher Beitrag dazu, dass sich etwas tut?

Ich versuche mich auf verschiedenen Wegen für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Ich spreche auf Veranstaltungen zu Themen wie Diversity und Gender Parity. Ich unterstütze Frauen in unterschiedlichen Karrierestufen bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Zudem berate ich Unternehmen bei dem Versuch ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen und Eltern zu werden und gleichzeitig die Herausforderungen der Digitalen Transformation zu meistern. Und nicht zuletzt übernehme ich als Vater möglichst viel Verantwortung für meine eigene Familie.

Wie sieht ein Unternehmen aus, das für die „Arbeitswelt von Morgen“ gewappnet ist? Wo ist ein „Paradigmenwechsel“ notwendig?

Wir müssen verstehen, dass das Leistungsprinzip diejenigen Arbeitnehmer_innen benachteiligt, die nicht Teil des vorherrschenden Systems sind. Im Falle einer Meritokratie werden demnach in der Regel Frauen benachteiligt, die innerhalb männlicher Paradigmen ihr Potenzial nicht oder nur unzureichend entfalten können. Darüber hinaus brauchen wir eine neue Leadership, wenn die klassischen command & control Systeme außer Kraft gesetzt werden. Gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung wird häufig vergessen, dass wir mit Menschen arbeiten: Technologie darf am Ende nur Mittel zum Zweck für eine bessere Gesellschaft sein.

Vielen Dank für das Interview und Ihre Gedanken.

In unserer Rubrik #ChangeAgents stellen wir Menschen vor, die uns ermutigen, etwas anzupacken und zu verändern. Starke Köpfe, die sich mit viel Leidenschaft für eine menschlichere Arbeitswelt einsetzen und damit ein Umdenken in Gang bringen und Veränderungsprozesse aktiv mitgestalten. Unsere #ChangeAgents sind Vorbilder, Querdenker, Multiplikatoren und Andersmacher.

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