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16 Argumente, die jeden Arbeitgeber von Jobsharing überzeugen

16 Argumente, die für Jobsharing sprechen

„Sie sind vom Jobsharing Modell überzeugt – aber Ihr Chef noch nicht?“ Das liegt in den meisten Fällen nicht an einer grundsätzlichen Ablehnung, sondern vor allem an dem fehlendem Wissen über Jobsharing. Es ist also die Aufgabe des Arbeitnehmers, gute Argumente vorzubringen und die Vorteile dieses Modells für den Arbeitgeber aufzuzeigen. Wir haben 16 Argumente vorbereitet.

16 Argumente, die jeden Arbeitgeber von Jobsharing überzeugen

  1. „Ich möchte gerne meine Arbeitszeit verringern, weiß aber auch, dass meine Position in klassischer Teilzeit nicht machbar ist. Im Jobsharing Modell dagegen schon. Wenn ich einen Tandempartner zur Seite bekommen könnte, hätten Sie doppelte Power auf der Stelle – und wir können gleichzeitig meinen Wunsch nach weniger Wochenstunden realisieren.“
  2. „Mein Tandempartner und ich arbeiten bei jeweils geringerer Arbeitsbelastung nachweislich konzentrierter und fokussierter und sind somit als Tandem insgesamt produktiver als eine Vollzeitkraft.“
  3. „Die Kraft, die wir durch die neu gewonnene Zeit tanken, und die neuen Gedanken, bringen wir mit ins Unternehmen, in unseren Job.“
  4. „Mein Jobsharing Partner und ich werden die Aufgaben komplett souverän untereinander aufteilen. Sie werden damit nichts zu tun haben und nur die noch besseren Ergebnisse sehen!“
  5. „Das Schöne an der engen Teamarbeit im Tandem ist auch, dass wir uns immer gegenseitig vertreten können und stets bestens informiert sind. Ob nun im Krankheitsfall oder bei Urlaubsnahme – eine/r von uns ist immer verfügbar! Und selbst wenn wir einmal nicht komplett füreinander einspringen können, werden wir doch alles versuchen, zumindest die wichtigsten Dinge und Prozesse am Laufen zu halten. So werden für Sie unsere Ausfallkosten minimiert. (für mehr Infos bzgl. der Kosten-Nutzen-Rechnung von Jobsharing aus Arbeitgebersicht geht es hier entlang)“
  6. „Durch die enge Zusammenarbeit mit einem Tandempartner kommen nochmals neue Perspektiven und Ideen hinzu – davon können alle nur profitieren!“
  7. „Mit einem Tandempartner werde ich jeden Tag herausgefordert. Dabei lerne ich on-the-job, in jeder Minute – und wahrscheinlich mehr und für Sie kostengünstiger als bei jeder Fortbildung.“
  8. „Auch bei Problemlösungen werden Sie von der doppelten Besetzung profitieren. Es ist immer von Vorteil, zwei zu haben, die verschiedene Lösungen miteinander diskutieren, als nur einen, der schweigend für sich eine Lösung sucht.“
  9. „Wenn Spitzen kommen, können Sie sich selbstverständlich darauf verlassen, dass wir beide anpacken und mithelfen!“
  10. „Erinnern Sie sich an Projekt X? Damals hätte ich mit einem Tandempartner, der die Bereiche Y und Z abdeckt (die ehrlicherweise nicht zu meinen größten Stärken gehören), wesentlich schneller, effizienter und nachhaltiger arbeiten können.“
  11. „Ich habe schon einen passenden Tandemparter für mich im Kopf! Wir ergänzen uns perfekt, die Chemie stimmt und zusammen decken wir ein Kompetenzfeld ab, das eine Person alleine niemals abdecken würde.
  12. „Jobsharing ist für mich ein Lebensphasenmodell. Ich wünsche es mir für die nächsten 2 Jahre, nicht für die Ewigkeit. Sie können sich während dieser Zeit voll auf mein Commitment – und auf das meines Tandempartners – verlassen.“
  13. „Sie fragen sich wahrscheinlich, was passiert, wenn doch einmal ein Tandempartner weg bricht. Wir können in diesem Fall einen neuen passenden Tandempartner suchen. Wenn sich niemand findet, können wir gerne vereinbaren, dass der verbleibende Jobsharer entweder in Vollzeit übernimmt oder aber ebenfalls geht, nachdem er seinen Nachfolger eingearbeitet hat. So bleibt das Know-How in jedem Fall im Unternehmen!“
  14. „Viele andere Unternehmen (in Deutschland mittlerweile jedes 5.) bieten dieses Modell bereits an. Wenn es hier nicht möglich ist, die Arbeit meiner jetzigen Lebensphase anzupassen, sehe ich mich leider gezwungen zu wechseln.“
  15. „Ich sehe mich idealerweise langfristig in diesem Unternehmen, da ich mich rundum wohl fühle und meine Aufgabe liebe. Wenn ich wüsste, dass es bei Veränderungen in meinem Leben immer Möglichkeiten gibt, flexibel und ggf. in anderen Modellen hier weiterzuarbeiten, wäre das für mich eine sehr attraktive Aussicht!“
  16. „Wenn Sie es uns ermöglichen ein Pilotprojekt zu starten und das Jobsharing auszuprobieren, versichere ich Ihnen, dass wir alles tun werden, um zu zeigen, dass dieses Modell funktioniert.“
3 Kommentare
  1. list
    list sagte:

    „#2 Die minimal höheren Personalabgaben werden wir locker wieder wettmachen. Ich schaffe in 5 Stunden ebenso viel wie in 8 Stunden.“

    Eine tolle Initiative, die ihr da macht, aber die zitierte Passage stimmt natürlich nicht, und sollte auch nicht stimmen. Niemand schafft in 5 Stunden das, was er in 8 Stunden schafft: da hat dein Chef sofort die Argumentationsgrundlage, dass du die 8 Stunden offenbar nicht voll durcharbeitest, sondern trödelst. Dass es arbeitsergökonomische Studien dazu gibt, dass die Konzentrationsfähigkeit abnimmt etc. nach einer Weile, stimmt schon – trotzdem ist das eine gefährliche Taktik. Das Argument ist doch sowieso, dass die 2 Leute, die sich das teilen, den Arbeitsumfang schaffen, den du vorher alleine geschafft hast (plus evtl. mehr wg. Konzentrationsvorteil), oder nicht? Dann bringt es nicht, dem Arbeitgeber irgendwas vorzugaukeln, wo man sich hinterher selbst nur mehr reinstresst weil man ihm versprochen hat, denselben Umfang abzuarbeiten. Danke für Berücksichtigung. Gruß!

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    • Jana Tepe
      Jana Tepe sagte:

      Vielen Dank für den Hinweis und dein Feedback! Tatsächlich sagen Studien, dass deutsche Arbeitnehmer im Schnitt an 2 von 5 Tagen in der Woche unproduktiv sind. Nicht notwendigerweise, weil sie trödeln, sondern vielmehr, weil unsere Arbeitswelt oftmals nicht mit unserem Biorhythmus und unserem Leben zusammenpasst. Oftmals schafft man in wenigen Stunden fokussierter Arbeit genauso viel, wie an einem 0815 Office Tag, an dem man doch oftmals unterbrochen und aufgehalten wird und noch dazu in starren Strukturen und Zeiten arbeitet. Darauf sollte dieser Punkt abzielen, ist aber vielleicht ein wenig zu forsch formuliert :) – habe das angepasst. Die Grundaussage ist aber tatsächlich, dass zwei in der gleichen Zeit mehr schaffen als einer allein!

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  1. […] Für den Mittelstand ist Jobsharing die Chance, gefragte Fachkräfte anzuziehen, die explizit nach flexiblen Arbeitsformen suchen, und sie langfristig zu begeistern – in jeder (wenn auch nicht linear verlaufenden) Lebensphase. Jobsharing bietet ihnen sogar die Möglichkeit, Stellen mit viel mehr Kompetenzen zu besetzen, als es mit einer Person alleine möglich wäre. Es gibt tatsächlich viele Gründe, warum das Modell nicht nur aus Arbeitnehmersicht, sondern auch aus Arbeitgebersicht ein genaueres Hinsehen lohnt. (Wie Sie Ihren (zukünftigen) Chef vom Jobsharing überzeugen, erfahren Sie übrigens hier.) […]

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